ALDI SÜD zeigt, wie gesellschaftliches Engagement mehr sein kann als eine gute Tat: nämlich ein strategisches Instrument für Kundennähe, Sichtbarkeit und Interaktion. Mit der Kampagne „Gut für hier. Gut fürs Wir.“ machte der Einzelhändler regionales Engagement erlebbar und schuf gleichzeitig neue digitale Touchpoints zur Zielgruppe. Unterstützt von Particulate Solutions entstand eine Plattform, die Beteiligung einfach macht, Reichweite erzeugt und echte Verbindung stiftet – lokal wie digital.
ALDI SÜD zählt zu den führenden Einzelhändlern in Deutschland. In mehr als 1.900 Filialen ist das Unternehmen fest in der Region verankert. Doch lokales Engagement allein reicht heute nicht mehr: Sichtbarkeit und Relevanz im (digitalen) Raum sind entscheidend, um Kundschaft zu begeistern und zu binden. ALDI SÜD wollte gesellschaftliches Engagement nicht nur digital umsetzen, sondern strategisch als Marketinginstrument nutzen: sozialer Impact als emotionaler Anker, der die Marke stärkt und Kundinnen und Kunden aktiviert.
Ziel war es, durch eine eigene Spendenkampagne Nähe zu zeigen, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig Reichweite zu generieren. Die Mechanik sollte Kundinnen und Kunden aktiv einbinden und Organisationen zu Multiplikatoren machen, ganz im Sinne eines modernen Caused-Related Marketings. Der Grundgedanke: ALDI SÜD spendet Geld, die Kundinnen und Kunden entscheiden, welches Projekt profitiert – und engagieren sich dabei für „ihre“ Filiale.
Für die Umsetzung arbeitete ALDI SÜD mit Particulate Solutions und seinem Partner Haus des Stiftens gGmbH zusammen. Benötigt wurde eine digitale Plattform, die viele Einzelabstimmungen gleichzeitig ermöglicht – jeweils auf die Region rund um eine Filiale zugeschnitten. Wichtig war eine einfache, intuitive Handhabung für alle Beteiligten.
Im Zentrum der Aktion stand eine interaktive Online-Abstimmung: Kundinnen und Kunden konnten während des Kampagnenzeitraums bei jedem Einkauf pro 20 Euro Einkaufswert einen Stimmzettel mit QR-Code erhalten. Über diesen Code gelangten sie direkt zur Abstimmung für ihre jeweilige Filiale, wo gemeinnützige Projekte vorgestellt wurden. Der Ablauf war intuitiv gestaltet – jede Stimme zählte, jedes Projekt hatte die Chance auf eine Förderung. Die Projekte mit den meisten Stimmen erhielten Spenden in Höhe von 1.500 Euro (1. Platz), 1.000 Euro (2. Platz) und 500 Euro (3. Platz).
Der Erfolg der Kampagne basierte nicht zuletzt auf der klaren Struktur und der niederschwelligen Teilnahme. Bereits in der Registrierungsphase gingen Tausende Projektbewerbungen ein, die anschließend durch Haus des Stiftens geprüft und regional zugeordnet wurden. Die Particulate-Plattform ermöglichte eine einfache Verwaltung und Darstellung der Projekte, während die integrierten Social-Media-Funktionen zur viralen Verbreitung beitrugen.
Die Kampagne „Gut für hier. Gut fürs Wir.“ wurde für ALDI SÜD zum echten Kommunikationserfolg. Über 3,5 Millionen abgegebene Stimmen zeigen: Kundinnen und Kunden beteiligten sich aktiv und mit Begeisterung. Dabei entstand nicht nur eine beeindruckende Sichtbarkeit in den Regionen, sondern auch eine enorme digitale Reichweite.
Besonders wirksam: die aktivierende Votingmechanik. Sie schuf nicht nur Interaktion im Markt, sondern führte auch zu einer starken Verbreitung in sozialen Netzwerken – angetrieben durch die teilnehmenden Organisationen und ihre Communities. Dadurch entstand ein Multiplikatoreneffekt, der weit über klassische Werbemaßnahmen hinausreicht.
Auch im Bereich Kundenbindung und CRM erzielte die Aktion nachhaltige Wirkung: Viele Kundinnen und Kunden registrierten sich über die Plattform – unter anderem für den Erhalt weiterer Informationen und für den ALDI SÜD Newsletter. So wurde das Engagement direkt in langfristige Kommunikationsbeziehungen überführt.
Das Konzept hat sich bewährt: ALDI SÜD konnte sein gesellschaftliches Engagement wirksam kommunizieren, echte Nähe zeigen – und gleichzeitig neue Touchpoints im digitalen Dialog mit der Kundschaft schaffen.